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afghanische Küche!

Salam liebe Kochfans, Kochen macht Spass,insbesondere die afghanische Küche!





Gebackene Auberginen (Badenjane Borani)
Zutaten:
1 kg Auberginen
1/2 l Öl
4 Teelöffel Salz
4-5 Esslöffel Tomatenmark
1 Knoblauchzehe bzw. eine Prise Knoblauchpulver
einpaar frische Korianderblätter bzw. eine Prise Korianderpulver
ggf. 1 Prise (je nach Geschmack) Chilipulver oder 1-2 Peperonis
1/8 l Wasser
Quarksosse (siehe Rezept)
getrocknete Pfefferminze (am Einfachsten: Man entnehme einem Teebeutel Pfefferminztee das Gewürz)

* Die Auberginen werden geschält und halbiert.
* Anschliessend die Hälften längs in gleichgrosse Scheiben schneiden (ca. 1 cm).
* Eine Reihe Auberginenscheiben in ein grosses Sieb geben, etwas Salz darüberstreuen. Darauf die nächste Auberginenreihe legen und wieder Salz darüberstreuen usw. (das Salz entzieht den Auberginen das Wasser).
* Die Auberginen eine halbe bis eine Stunde so stehen lassen.
* Danach die Auberginen im Sieb gründlich waschen.
* Das Öl in einen Topf geben und die Auberginenscheiben darin frittieren, bis sie goldbraun, aber nicht verbrannt sind.
* In der Zwischenzeit 2 Esslöffel Öl in einen Topf geben.
* Nachdem das Öl schäumt, den Tomatenmark hineingeben und bei etwas heruntergedrehter Herdhitze köcheln lassen.
* Die geschälte und zerhackte/zermahlte Knoblauchzehe hineingeben.
* Ein wenig Salz (ca. 1/2 Teelöffel) hineingeben (ggf. auch gewaschene, entkernte und zerkleinerte Peperonis) und den Koriander hinzufügen.
* Der Sosse 1/8 l Wasser hineingeben und etwas köcheln lassen.
* Anschliessend die Auberginen hineingeben und 10 bis 15 Minuten darin kochen, bis das Wasser verkocht ist.
* Die Quarksosse auf eine Platte (flaches Tablett) verteilen. Die Auberginen vorsichtig auf den Quark geben, so dass nichts auseinanderbricht.
* Auf den Auberginen nochmals ein wenig von der Quarksosse (Rezept siehe Quarksosse) verteilen.
* Das Ganze dann noch mit der Pfefferminze und dem Chilipulver bestreuen und mit dem Löffel die Tomatensosse aus dem Topf darüberträufeln.


Brauner Reis (Palau)

Zutaten:
2 bis 3 Zwiebeln
3 Esslöffel Öl
1 kg Kalbfleisch
2 bis 3 Esslöffel Tomatenmark
1/2 Teelöffel Salz
1 1/4 l Wasser
5 g Garam Masala (selbst mahlen: jeweils ein Teil Nelken, Zimt, großen Kardamom mit zwei
Teilen Kümmel oder im asiatischen Geschäft fertig kaufen)
500 g Reis

* Reis mindestens 1 Stunde vorher auslesen (von Schmutzpartikeln entfernen), gründlich waschen und in einer Schüssel mit Wasser stehen lassen.
* Zwiebeln schälen, in halbe Ringe schneiden und waschen.
* 3 Esslöffel Öl in einen Topf geben und sobald dieses schäumt, die Zwiebeln goldbraun darin braten.
* Das in kleine Stücke geschnittene Fleisch in den Topf geben und ca. 10 Minuten anbraten.
* Tomatenmark und Salz hineingeben und mit 1/4 l Wasser ca. 1 1/2 Stunden kochen lassen (Topf mit einem Tuch zudecken). Im Schnellkochtopf geht es schon in einer 3/4 Stunde.
* Das Wasser aus der Reisschüssel weggiessen.
* 1 l Wasser im Wasserkocher kochen und danach in einen Topf hineingeben.
* Salz mit in das Wasser hineingeben und den Reis 5 Minuten darin kochen.
* Danach das Wasser vorsichtig weggiessen (im Sieb).
* Den Reis zurück in den Topf geben und das fertige Fleisch mit der gesamten Fleischbrühe hinzugeben.
* Das Garam Masala darin verteilen und mit einer Gabel in den Reis stechen.
* Den Topf mit einem Küchentuch zugedeckt bei mittlerer Herdhitze ca. 1 1/2 Stunden kochen lassen.
* Zum Servieren Fleisch auf einen Teller legen. Den Reis in einer grossen Schüssel verteilen und darauf das Fleisch schön verteilen.


Frittiertes (Pakaura)

Frittierte Kartoffeln (Pakaure kachalu)
Zutaten:
4 Kartoffeln
150 g Mehl
1/2 Teelöffel Salz
etwas frischer Koriander bzw. 1/2 Teelöffel Koriandergewürz
ggf. Chilipulver und/oder Pfeffer nach Geschmack
1/2 Teelöffel Currypulver
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Knoblauchzehe
1-2 Tassen lauwarmes Wasser
Öl zum Fritieren

* Die Kartoffeln schälen, waschen und in hauchdünne Scheiben schneiden.
* Alle anderen Zutaten bis auf das Öl (Knoblauchzehe schälen, kleinhacken oder -pressen) in eine Schüssel geben und mit einem Mixer bzw. Handrührgerät mixen, bis es keine Klümpchen mehr gibt.
* Die Masse darf nicht zu dünnflüssig werden, ggf. noch etwas Mehl dazugeben.
* Das Ganze eine halbe Stunde stehen lassen.
* Das Öl in die Friteuse geben und heiss werden lassen.
* Nun die Kartoffelscheiben vollständig in die Mehlmischung hineintauchen und anschliessend vorsichtig in die Friteuse geben.
* Ca. 5 Minuten fritieren, bis die Kartoffeln goldbraun sind.
* Die frittierten Kartoffeln auf eine Zeitung legen, damit das Öl gut abtropfen kann.


Frittierte Auberginen (Pakaure badenjan)

* Genau wie das o. g. Rezept.
* Die Auberginen schälen und der Länge nach in ca. 1 cm grosse Scheiben schneiden.
* Diese auch in die Mehlmischung eintauchen und frittieren.

Übrigens: Man kann auch Paprika, Peperonis oder Zwiebeln solchermassen frittieren.
Als Beilage zu dem Frittiertem isst man häufig eine der "Essigvarianten" (Rezept siehe dort).


Essigvarianten

Essigvarianten werden meist als Beilage zum Essen gegessen. Sehr häufig isst man den Essig zu folgenden Gerichten: Gekochte Kidney-Bohnen (Lubiae Joschdaada), gekochte Kartoffeln (Katschalue Joschdaada) und gekochte Kichererbsen (Schor Nachod).

Korianderessig (Tschatnie Gajniez)

Zutaten für eine kleines Einweckglas:
100 g frischen Koriander
2 Knoblauchzehen
2 Peperonis
1/3 l Essig
1 Prise Salz

* Die Korianderblätter + Stiele waschen.
* Die Peperonis einmal längs aufschneiden, Schoten entfernen und waschen.
* Die Knoblauchzehen schälen.
* Den Koriander, die Peperonis und die Knoblauchzehen durch den Fleischwolf drehen bzw. in einen sehr guten Mixer geben.
* Die daraus entstehende Paste in das Einweckglas geben und bis zum Rand mit Essig auffüllen.
* Das Salz hinzugeben und alles gut verrühren.
* Den Deckel schliessen und einige Tage so im Kühlschrank stehen ("ziehen") lassen, damit der Geschmack sich entfalten kann.


Peperoniessig (Tschatnie Mortsch)

Zutaten für ein kleines Einweckglas:
100 g scharfe Peperonis
2 Knoblauchzehen
eine Prise Salz
1/3 l Essig

o Peperonis längs einmal aufschneiden, Schoten entfernen und waschen.
o Knoblauchzehen schälen
o Die Peperonis und die Knoblauchzehen durch den Fleischwolf drehen bzw. in einen sehr guten Mixer geben.
o Die daraus entstehende Paste in das Einweckglas geben und bis zum Rand mit Essig auffüllen.
o Das Salz hinzugeben und alles gut verrühren.

Den Deckel schliessen und einige Tage so im Kühlschrank stehen ("ziehen") lassen, damit der Geschmack sich entfalten kann.


Geschälte Mungbohnen (Daal)

Zutaten:
1 1/2 Esslöffel Öl
1 Zwiebel
250 g geschälte Mungbohnen
0,1 l Tomatenmark
0,1 l Wasser
1/2 Teelöffel Salz
1 Knoblauchzehe bzw. 1 Prise Knoblauchpulver
1 Prise Korianderpulver (oder einpaar frische Korianderblätter)
ggf. 1 Prise Chilipulver (oder 1 frische Peperoni) und/oder Pfeffer

* Die Mungbohnen auslesen (Schmutzpartikel entfernen) und am besten eine Stunde vorher in eine Schüssel mit Wasser stellen, damit sie weich werden.
* Das Öl in einen Topf geben und bei mittlerer bis starker Herdhitze kochen lassen.
* Die Zwiebel schälen, waschen und kleinhacken.
* Sobald das Öl schäumt, die Zwiebel hineingeben (Herdhitze etwas herunterdrehen).
* Die Zwiebeln solange darin kochen, bis sie goldbraun sind (wichtig!).
* Dann das Tomatenmark hineingeben und köcheln lassen.
* Wenn es kocht, die geschälte, gehackte bzw. gepresste Knoblauchzehe hineingeben und warten bis sich das Aroma von Knoblauch verbreitet.
* Danach das Salz, den Koriander und ggf. die übrigen Gewürze hinzugeben und gut verrühren.
* Das Wasser aus der Mungbohnenschüssel weggiessen.
* Nun kommen die Mungbohnen in den Topf hinein und 3 Minuten köcheln lassen.
* Danach das Wasser hineingeben.
* Alles miteinander verrühren und bei mittlerer Herdhitze kochen lassen, bis das Wasser und das Tomatenmark nahezu verdampft sind und die Mungbohnen weich geworden sind (ca. 15 Minuten).
* Die Mungbohnen in einer Schüssel servieren. Sie werden meist zusammen mit Brot gegessen (wird auch oft in Indien gegessen).


Griess-Mus (Halwaje aarde suji)

Zutaten:
100 g Öl/Margarine
200 g Griess
1/4 l Wasser
100 g Zucker

* Das Öl in einen Topf geben und warten, bis es heiss ist bzw. schäumt.
* Anschliessend das Griess hinzugeben und bei mittlerer Herdhitze langsam kochen, bis es gelb ist (ACHTUNG: Nicht verbrennen lassen! ständig umrühren).
* Danach das im Wasser im Wasserkocher kochen lassen.
* Dieses Wasser mit in den Topf geben und ständig umrühren.
* Sobald das Öl und das gesamte Wasser verdampft ist, den Zucker in den Topf geben.
* Zum Schluss den Topf mit einem sauberen, ggf. zusammengefalteten Küchentuch (die Zipfel dürfen nicht an den Herd gelangen, sonst brennt es) verdecken und den Topf mit dem Deckel zudecken.
* Bei geringer Herdhitze ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen (aufpassen, dass es nicht verbrennt).


Hähnchen (Morgh)

Zutaten:
1 Hähnchen
3-4 Esslöffel Joghurt
2 Knoblauchzehen
1/2 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Koriander
ggf. Chilipulver und/oder Pfeffer nach Geschmack

* mindestens 1 Stunde im voraus: Hähnchen halbieren, Schenkel und Flügel abtrennen. Die Mitte des Hähnchens vierteln. Die Innereien entfernen.
* Hähnchenhaut mit den Händen abziehen (ist gesünder!).
* Joghurt, geschälte, gehackte/gepresste Knoblauchzehe und alle anderen Gewürze in einer Schüssel mischen.
* Das Hähnchen in die Schüssel geben und gut rühren, so dass dieses überall mit einer Schicht der Joghurtmischung bedeckt ist.
* Danach das Ganze mindestens eine Stunde stehenlassen.
* Anschliessend das Hähnchen auf einem Backblech in den vorgeheizten Backofen geben und bei 200° bis 250° ca. 1 Stunde backen.
* Zwischendurch vorsichtig Hähnchen mit dem Backblech herausnehmen (Achtung: heiss!) und das Hähnchen umdrehen.

Übrigens: Man kann auch Paprika, Peperonis und geschälte, gewaschene und in Scheiben geschnittene Kartoffeln mit in die Joghurtmischung geben und zusammen mit dem Hähnchen backen. Die Kartoffeln kann man aber auch ungeschält waschen und auf ein gesondertes Backblech gleichzeitig in den Backofen hineingeben.

Hackfleischklöße (Kofta)

Dies ist ein ganz besonderes Rezept und eine Spezialität der afghanischen Küche.

Zutaten:
500 g Hackfleisch
3 Esslöffel Öl
5 Zwiebeln
100 ml Tomatenmark
1/3 l Wasser
2 Knoblauchzehen
1 Peperoni
1/2 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Koriander
ggf. Chilipulver und/oder Pfeffer nach Geschmack


* 3 geschälte, gewaschene und geviertelte Zwiebeln, 1 geschälte Knoblauchzehe und die gewaschene Peperoni durch den Fleischwolf drehen (bzw. in einem stabilen Mixer mixen).
* Das Hackfleisch in eine Schüssel geben.
* Den Zwiebel-Mix und die Gewürze hinzugeben.
* Alles schön mit sauberen Händen durchkneten und mischen, solange bis der Zwiebelmix im Hackfleisch nicht mehr sichtbar ist (hineinvermengt).
* Aus der Hackfleischmasse runde Hackfleischklöße bzw. platte Hackfleischfrikadellen bilden (mit den Händen formen). Wichtig ist unbedingt das Andrücken der Klöße/Frikadellen, sonst gehen sie beim Kochen auf (es wird in Afghanistan immer ohne Zugabe von Eiern gekocht).
* 2 übrige Zwiebeln schälen, kleinhacken und waschen.
* Öl in einen grossen Topf geben und solange kochen, bis dieses schäumt.
* Zwiebeln dann dazugeben und kochen, bis sie goldbraun sind.
* Wasser hinzufügen und kochen lassen.
* Nun die Klöße/Frikadellen hineingeben
* Wenn das Wasser etwas verdampft ist, Tomatenmark hineingeben und köcheln lassen.
* Dann die geschälte, gehackte/gepresste Knoblauchzehe in den Topf geben und warten, bis sich das Aroma entfaltet.
* Danach noch eine Prise Salz, Koriander und ggf. noch andere Gewürze hineingeben.
Die Klöße, Frikadellen ca. 40 Minuten kochen und in einer Schüssel servieren.


Kartoffeln in Tomatensosse (Katschalu)

Zutaten:
1 1/2 bis 2 Esslöffel Öl
10 Kartoffeln
1 bis 2 Zwiebeln
150 ml Tomatenmark
1/2 Teelöffel Salz
1 Knoblauchzehe bzw. Knoblauchpulver
1 Prise Koriander (frisch oder Korianderpulver)
ggf. Pfeffer und/oder Chilipulver nach Geschmack

* Zwiebeln schälen, kleinhacken und waschen.
* Kartoffeln schälen, waschen und auf der Längsseite vierteln (1. halbieren 2. vierteln).
* Das Öl in einen Topf geben und solange kochen, bis es schäumt.
* Die Zwiebeln hineingeben und kochen, bis sie goldbraun sind, aber nicht verbrannt.
* Tomatenmark hineingeben und köcheln lassen.
* Sobald es kocht, die geschälte und gehackte/gepresste Knoblauchzehe hineingeben und warten, bis sich das Aroma entfaltet.
* Salz, Koriander und ggf. die anderen Gewürze hinzufügen.
* Danach die Kartoffeln hineingeben und bei mittlerer Herdhitze ca. eine 3/4 Stunde kochen, bis sie weich sind (evtl. muss man noch etwas Wasser hineingeben)


Kidney-Bohnen in Tomatensosse (Lubia)

Zutaten:
1 1/2 bis 2 Esslöffel Öl
2 Dosen Kidneybohnen
100 ml Tomatenmark
1 bis 2 Zwiebeln
1/2 Teelöffel Salz
1 Knoblauchzehe bzw. Knoblauchpulver
1 Prise Koriander (frisch oder Korianderpulver)
ggf. Pfeffer und/oder Chilipulver nach Geschmack

* Zwiebeln schälen, kleinhacken und waschen.
* Die Kidneybohnen im Sieb waschen.
* Das Öl in einen Topf geben und solange kochen, bis es schäumt.
* Anschliessend die Zwiebeln hinein geben und solange im Öl anbraten, bis diese goldbraun sind.
* Danach das Tomatenmark hineingeben und köcheln lassen.
* Sobald es kocht, die geschälte und gehackte/gepresste Knoblauchzehe hineingeben und warten, bis sich das Aroma entfaltet.
* Salz, Koriander und ggf. die anderen Gewürze hineingeben.
* Danach die Kidneybohnen hineingeben und bei mittlerer Herdhitze ca. 15 Minutern kochen, bis sie weich sind (evtl. noch Wasser hineingeben).


Milchreis 1 (Shorba berenj)


zutaten:
3 Gläser Langkornreis (1 Glas 0,25 l)
1 Zwiebel
3 Eßlöffel Öl
½ Eßlöffel Salz
10 Gläser Wasser

* Reis mindestens eine Stunde zuvor auslesen (Schmutzpartikel entfernen) und in einer Schüssel waschen und im Wasser stehen lassen.
* Zwiebel schälen, kleinhacken und waschen.
* Das Öl in einen Topf geben und bei mittlerer bis starker Herdhitze warten, bis es schäumt.
* Zwiebel dann hineingeben und diese anbraten, bis sie goldbraun sind.
* Anschliessend den Reis abseihen (Wasser weggiessen) und in den Topf hineingeben.
* Das Salz auch hinzufügen.
* Das Wasser im Wasserkocher kochen und mit in den Topf geben und kochenlassen.

Im Schnellkochtopf dauert es ca. 20 Minuten, ansonsten ca. 45 Minuten. Das Wasser muss verdampfen und der Reis ganz weich werden.


Milchreis 2 (Shola/Kijiri)

Zutaten:
3 Gläser Langkornreis (1 Glas 0,25 l)
1 Glas halbierte Mungbohnen
1 Zwiebel
3 Eßlöffel Öl
2 Eßlöffel Tomatenmark
½ Eßlöffel Salz
¼ Teelöffel Kurkumapulver
¼ Teelöffel Garam Masala
6 bis 7 Gläser Wasser

* Mindestens eine Stunde im voraus Reis und Bohnen auslesen (Schmutzpartikel entfernen) und beides zusammen in einer Schüssel waschen und im Wasser stehen lassen.
* Zwiebel schälen, kleinhacken und waschen.
* Das Öl in einen Topf geben und bei mittlerer bis starker Herdhitze warten, bis es schäumt.
* Zwiebel dann hineingeben und diese anbraten, bis sie goldbraun sind.
* Tomatenmark hinzufügen und kurz köcheln lassen.
* Anschliessend Reis und Bohnen abseihen (Wasser weggiessen) und in den Topf hineingeben.
* Nun die Gewürze hineingeben, ca. 5 Minuten weiter bei mittlerer Herdhitze köcheln lassen.
* Dann das bereits im Wasserkocher gekochte Wasser auch hinzugeben und bei starker Herdhitze kochen. Im Schnellkochtopf dauert es ca. 20 Minuten, ansonsten ca. 45 bis 55 Minuten. Das Wasser muss verdampfen und der Reis und die Bohnen ganz weich werden.


Milchreis mit Kofta und Quark (Kijiri Qoroot)

Als Grundrezept nehme man das Rezept Milchreis 2 (Kijiri). Dann bitte noch eine Quarksosse (Tschaka) und Hackfleischklöße (Kofta) [Rezepte siehe dort] zubereiten.
Dieses Gericht wird folgendermaßen angerichtet/serviert:
In einer grossen Schüssel gibt man den Reis und das Ganze wird noch mit etwas heissem Fett übergossen. Ausserdem gibt man überall einige Löffel von der Quarksosse dazu, die man zusätzlich noch in einer Schüssel serviert. Die Hackfleischklöße werden am besten gesondert in einer anderen Schüssel serviert.
jeder Gast kann sich dann seinen eigenen Teller anrichten, und zwar folgendermaßen: Mit einem Löffel wird der Reis wie ein Hügel geformt (dies geschieht durch Andrücken des Reises), in die Mitte dieses „Hügels“ stösst man einmal mit dem Löffel hinein, so dass eine kleine Mulde entsteht, in die man ein bis zwei Esslöffel Quarksosse gibt. Dann kann man noch etwas heisses Fett in den Quark und über den Reis
giessen und den Reis mit den Hackfleischklößen dekorieren.


Spinatreis (Sabsi Tschalau)

Pünktlich vor Neujahr, das bei uns Afghanen am 21. März jedes Jahr stattfindet, stelle ich Ihnen einige Rezepte vor, die auf der Neujahrstafel nicht fehlen dürfen:

E s handelt sich dabei um zwei Rezepte, nämlich weissen Reis (Tschalau) und Spinat (Sabsi).

Weisser Reis (Tschalau)

Zutaten:
500 g Langkornreis (z. B. Basmati)
75 g Margarine
1 EL Salz
5 g Garam Masala (selbst mahlen: jeweils ein Teil Nelken, Zimt, großen Kardamom mit zwei
Teilen Kümmel oder im asiatischen Geschäft fertig kaufen)
2 l und 2 Tassen Wasser


* Reis in eine Schüssel geben, ggf. schnell mit der Hand auslesen, da es schmutzig sein kann. Danach gründlich mit kaltem Wasser waschen und ca. 2 im Wasser stehen lassen.
* 2 l Wasser kochen.
* Einen Topf vorsichtig mit dem kochenden Wasser auffüllen und den Herd auf mittlere bis starke Hitze einstellen.
* Das Wasser vom Reis entfernen (abseihen mit einem Sieb über der Spüle).
* Sobald das Wasser kocht, den Reis vorsichtig mit einer Reiskelle in das heisse Wasser geben (aufpassen, dass das Wasser dabei nicht überschwappt!).
* Ca. 3 bis 10 Minuten warten und den Reis zwischendurch abschmecken. Der Reis darf nicht zu weich werden. Wenn der Reis NUR in der Mitte weicher ist, den Herd ausschalten.
* Ein sauberes und grosses Sieb in die Spüle legen und den Inhalt des Topfes ganz vorsichtig in das Sieb giessen (aufpassen, dass man sich nicht verbrennt!).
* Den Topf auf ein Topfbrett stellen.
* Den Reis ohne Wasser nun wieder in den Topf hineingeben.
* Das Garam Masala in den Reis streuen und den Reis vorsichtig mit der Reiskelle umrühren.
* Einen kleinen Topf mit 2 Tassen kochendem Wasser füllen, das Salz hinzugeben und bei mittlerer bis starker Herdhitze kochen lassen.
* Sobald das Wasser kocht, diesen vorsichtig in den Reis geben.
* Den kleinen Topf wieder auf den Herd stellen und warten, bis der kleine Rest des Wassers bei der noch vorhandenen Hitze völlig ausdunstet.
* Nun die Margarine in diesen Topf geben und solange kochen, bis es schäumt. Auch diesen vorsichtig in den Reis geben.
* Den Reis wiederum vorsichtig mit der Reiskelle umrühren und mit der Gabel mehrmals in den Reis einstechen.
* Anschliessend entweder den HITZEBESTÄNDIGEN Reistopf bei 200° in den vorgeheizten Backofen (eine halbe Stunde vorher den Backofen bei 250° vorheizen) für eine halbe bis eine Stunde in den Backofen stellen. Oder den Reistopf mit einem sauberen Küchentuch zudecken und den Deckel darauf ablegen und diesen bei schwacher Hitze kochen.
* Zwischendurch vorsichtig rühren (Topf ist heiss!).

Sabsi(Spinat)

Zutaten:
1 bis 2 Esslöffel Öl
500 g frischer Spinat
2 mittelgrosse Zwiebeln
ein wenig Wasser
1/2 Teelöffel Salz
1 Knoblauchzehe bzw. etwas Knoblauchpulver
ggf. etwas Pfeffer oder Chilipulver
ggf. 1 - 2 frische Peperonis

* Die Spinatblätter gründlichst waschen (Spinat ist sehr schmutzig) und in grossen Streifen kleinhacken.
* Die Zwiebeln schälen, waschen und in kleinschneiden.
* Bei mittlerer bis starker Herdhitze das Öl in einem Topf kochen, bis es schäumt.
* Dann die Zwiebeln hinzugeben und goldbraun kochen.
* Anschliessend den Spinat hinzugeben, die Herdhitze etwas herunterdrehen und ein wenig Wasser hinzugeben.
* Sobald der Spinat anfängt zu köcheln, eine zerhackte bzw. gepresste Knoblauchzehe bzw. das Knoblauchpulver hinzugeben und warten, bis das Knoblaucharoma sich entfaltet.
* Danach die gewaschenen, entkernten und klein geschnittenen Peperonis hinzugeben.
* Ausserdem Salz und Pfeffer bzw. Chilipulver hinzugeben.
* Insgesamt den Spinat ca. eine halbe Stunde kochen.
* Den weissen Reis in einer Reisschüssel un den Spinat in einer anderen Schüssel servieren.
Übrigens: Man kocht den Spinat auch mit Fleisch. Dazu kocht man erst das Fleisch extra und fügt dem Spinat dann das Fleisch hinzu. Das Fleischrezept kommt später, da es für Anfänger/innen zu schwierig ist.


Siebenfrüchteschale (Haft Mewa)
Es handelt sich dabei um eine Kaltschale (Nachtisch, Dessert) mit sieben verschiedenen Früchten. Gegessen wird das Ganze wie eine Suppe, die jedoch kalt ist.

Zutaten:
100 g Pistazien
100 g Mandeln
100 g Walnüsse
100 g Rosinen
250 g getrocknete Aprikosen (Ashtak)
25 g Mehlbeeren (Sendjet)
100 g Backobst
1 1/4 l Wasser

* Am Mittag des Vortags: Die Walnüsse und Pistazien von der Schale befreien und mit den Mandeln in eine Schüssel mit Wasser geben.
* Zwei Stunden später das Wasser entfernen und die Walnüsse, Pistazien und Mandeln schälen (die äussere Haut entfernen) und in eine grosse Schüssel geben.
* Die Aprikosen waschen.
* Die Mehlbeeren waschen.
* Das Backobst waschen.
* Die Rosinen von den Stengeln befreien und waschen.
* Aprikosen, Mehlbeeren, Rosinen und Backobst in die Schüssel mit den Mandeln, Walnüssen und Pistazien geben.
* 1 l Wasser kochen und das heisse Wasser vorsichtig in die Schüssel hineingiessen.
* Übernacht mit einem sauberen Küchentuch oder einen Topfdeckel abgedeckt stehenlassen.
* Am nächsten Tag die Früchte mit dem Früchtewasser servieren.

Übrigens: Falls bestimmte Zutaten nicht zu bekommen sind, wie z. B. die Mehlbeeren, so kann man genauso gut andere Trockenfrüchte dafür verwenden.


Süsser Milchreis (Shir berenj)

Zutaten:
2 Tassen Reis
ca. 0,5 l Wasser
0,5 l Milch
1 Becher Sahne
200 g Zucker

* Den Reis mindestens eine Stunde vorher gründlich waschen und in einer Schüssel im Wasser stehen lassen.
* Das Wasser kochen (im Wasserkocher) und anschliessend in einen Topf geben.
* Das Wasser der Schüssel mit dem Reis abgiessen bzw. abseihen (mit dem Sieb).
* Den Reis vorsichtig in das heisse Wasser geben und bei niedriger Herdhitze ca. 30 Minuten vor sich hinkochen lassen (Achtung: Topf nicht abdecken, sonst läuft es über), so dass die Konsistenz nicht zu dünn-, aber auch nicht zu dickflüssig wird.
* Dann die Sahne in den Topf hineingeben, ca. 10 Minuten weiter köcheln lassen.
* Anschliessend auch den Zucker hinzufügen und wiederrum ca. 10 Minuten kochen lassen.
* Das Ganze in einen grossen Teller bzw. eine flache Schale oder ein Tablett geben und sobald es abgekühlt ist für mindestens 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.


Teemilch (Kaimagh-Tschai)

Trinkt man häufig zum Frühstück. Ein sehr kompliziertes Rezept, deswegen weniger etwas für Anfänger!

Rezept für ca. 5 Tassen:

* 1/4 l Milch
* 250 g Schlagsahne (1 Becher, noch unverarbeitet aus dem Supermarkt)
* 1/2 l gekochtes Wasser
* 1 Tasse kaltes Wasser
* 1/4 Packung türkisches Backpulver (erhältlich in türkischen Lebensmittelläden)
* 2 - 3 Teelöffel grünen Tee
* 2 - 3 Eßlöffel Zucker
* 1/4 Teelöffel gemahlenen Kardamom

1. Eine Nacht zuvor die Milch mit der Schlagsahne in einen kleinen Topf geben und kochen lassen (BITTE stets am Herd stehen bleiben, damit die Milch nicht überkocht, den ganzen Herd nicht ruiniert und das Haus nicht mit einem Geruch von verbrannter Milch hinterlässt!). Hierbei ist es sehr wichtig, die Milch nicht zu rühren! Wenn Sie dies tun, bekommen Sie nämlich kein "Kaimagh", was ungefähr vergleichbar ist mit Sahne, die man sich auf den Kakao oder Kaffee tut, jedoch
hergestellt aus Milch und zäher sowie dickflüssiger als Sahne ist. Wenn die Milch gekocht hat, dann bitte diese im Topf abkühlen lassen. Sobald die Milch richtig abgekühlt ist, den Topf zum richtigen Kühlen über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Am nächsten Tag den Topf aus dem Kühlschrank holen, den nun entstandenen "Kaimagh", die Oberschicht auf der Milch, vorsichtig mit einem Löffel in eine
kleine Schüssel geben. Den Topf mit der restlichen Milch beiseite stellen.
3. Das Wasser im Wasserkocher/Boiler kochen lassen.
4. Einen zweiten Topf auf den Herd stellen, in diesen den Tee (Teeblätter, die man am Besten vorher im Teesieb mit etwas kochendem Wasser ausspült) und das Backpulver hineingeben.
5. Das kochende Wasser vorsichtig dazugeben und bei mittlerer bis starker Herdhitze kochen lassen, bis man einen rosa Hauch sehen kann.
6. Einen dritten, leeren Topf verwenden, um den Tee immer wieder von einem Topf in den anderen zu giessen/schütten (aufpassen, bitte nicht verbrennen!).
Der Tee muss einen tiefrosa Hauch annehmen. Falls es absolut nicht gelingen will, dem Tee noch eine Tasse kalten Wasser hinzufügen und wieder aufkochen lassen.
7. Die zur Seite gelegte Milch auf den Herd stellen und auch kochen lassen (aber nicht überkochen lassen!).
8. Sobald es kocht, Herdhitze etwas herunterdrehen und den Tee hinzugeben (Achtung: Verbrennungsgefahr!). Dem Ganzen Zucker und Kardamom hinzugeben und beim ca. 10 minütigen Kochen rühren (aufpassen, dass es nicht überkocht!).
9. Den Teemilch in Tassen geben.
10. Vorsichtig eine Schicht "Kaimagh" über den Teemilch geben, so dass es auf der oberen Schicht des Getränks stehen bleibt.
Übrigens:
* In Indien gibt es das gleiche Getränk in einer anderen Variante (Shier-Tschai). Das Rezept ist auch einfacher. Man verwendet schwarzen statt des grünen Tees und keinen "Kaimagh". Zuerst wird die Milch gekocht, während man in eine Tasse ca. 2 Eßlöffel schwarzen Tee (Teeblätter) hinzugibt und diesen mit kochendem Wasser auffüllt (einen kleinen Teller über die Tasse legen). Sobald die Milch kocht und der Tee gezogen hat, dreht man die Herdhitze herunter und giesst den Tee vorsichtig in die Milch (Verbrennungsgefahr!). Das Ganze lässt man anschliessend kochen und fügt Zucker und ggf. Kardamom hinzu. (Mir persönlich schmeckt dieser Shier-Tschai besser.)
* Man isst den "Kaimagh" auch oft zum Frühstück ohne Getränk. Statt dessen nimmt man sich den "Kaimagh" auf seinen Teller, streut etwas Zucker nach Geschmack hinzu und isst es mit Brot (mit Brot, nicht auf dem Brot, denn das Bestreichen von Brotscheiben ist bei den Afghanen/innen nicht üblich, statt dessen nimmt man ein Brotstück, tunkt es in den "Kaimagh" bzw. andere Gerichte und nimmt dieses zusammen mit dem Brot in den Mund auf)